Den Garten richtig gießen: 19 Tipps für die Bewässerung deines Gartens (im Sommer)

Gartenschlauch

Ein blühender, gesunder Garten ist das Herzstück vieler Eigenheimbesitzer und Hobbygärtner. Doch um eine solche Oase zu schaffen, bedarf es einer der wichtigsten Ressourcen: Wasser. Richtiges Gießen ist entscheidend für das Wohlergehen deiner Pflanzen und kann der Schlüssel zu einem üppigen, grünen Garten sein.

Richtiges Gießen ist entscheidend für das Gedeihen deines Gartens, da Pflanzen Wasser für zahlreiche biologische Prozesse benötigen. Eine ausreichende Bewässerung unterstützt das Wachstum, die Fotosynthese und die Nährstoffaufnahme.

Falsches Gießen kann hingegen zu Wurzelfäule, Pilzbefall und einer schlechten Pflanzengesundheit führen. Daher ist es wichtig, die Bedürfnisse deiner Pflanzen zu kennen und ihre spezifischen Bewässerungsanforderungen zu erfüllen.

In diesem Artikel erfährst du hilfreiche Tipps und praktische Ratschläge, um deinen Garten optimal zu bewässern. Lerne, wie du effizient gießt, Wasser sparst und typische Fehler beim Gießen vermeidest.

Der beste Zeitpunkt zum Gießen

Um den Garten effizient und effektiv zu bewässern, ist es wichtig, den besten Zeitpunkt zum Gießen zu kennen und die Besonderheiten der verschiedenen Gartenbereiche zu berücksichtigen.

Allgemeine Richtlinien

Als Grundregel gilt, dass der beste Zeitpunkt zum Gießen der frühe Morgen ist. In den frühen Morgenstunden zwischen 3 und 4 Uhr hat der Boden seine niedrigste Temperatur erreicht, was dem Wasser ermöglicht, tief in den Boden einzudringen und die Wurzeln optimal zu erreichen. Ihr könnt dafür zum Beispiel ein Bewässerungssystem mit Zeitschaltuhr nutzen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser auf den Blättern durch die morgendliche Sonne verdunstet und somit die Gefahr von Pilzbefall reduziert wird.

Gemüsebeet

Deine Gemüsepflanzen, insbesondere solche, die Früchte tragen, benötigen eine konstante Wasserversorgung. Ein Mangel an Wasser kann zu weniger schmackhaften Früchten und einer reduzierten Ernte führen. Bewässere dein Gemüsebeet am besten morgens, um sicherzustellen, dass das Wasser den Wurzeln zugutekommt und nicht durch die Hitze des Tages verdunstet. Bei besonders heißem Wetter kann eine zusätzliche Bewässerung am Abend sinnvoll sein.

Perlschlauch (Tropfschlauch)
Perlschlauch (Tropfschlauch)

Ziergarten

Deine Zierpflanzen haben unterschiedliche Wasserbedürfnisse. Viele Stauden und einige Ziergräser bevorzugen eher trockene Bedingungen und sollten daher eher sparsam bewässert werden. Hier ist eine Morgenbewässerung ideal, um die Pflanzen auf die Hitze des Tages vorzubereiten. Pflanzen, die mehr Wasser benötigen, wie zum Beispiel viele Sommerblüher, sollten gegebenenfalls zusätzlich am Abend gegossen werden.

Rasenflächen

Deine Rasenflächen sind robust und erholen sich normalerweise schnell, auch wenn sie im Sommer etwas braun werden. Wenn du deinen Rasen bewässern möchtest, ist es am besten, dies früh am Morgen zu tun. So kann das Wasser tief in den Boden eindringen und erreicht die Wurzeln, bevor es verdunstet. Eine Bewässerung am Abend kann dazu führen, dass das Wasser über Nacht steht und die Gefahr von Pilzerkrankungen erhöht.

Obstbäume

Deine Obstbäume, insbesondere jüngere Bäume, profitieren von regelmäßiger Bewässerung. Da ihre Wurzeln tiefer liegen, ist es wichtig, sie gründlich zu gießen, damit das Wasser die Wurzelzone erreicht. Eine Bewässerung am frühen Morgen ist ideal. Bei länger anhaltender Trockenheit kann eine zusätzliche Bewässerung am späten Nachmittag oder frühen Abend hilfreich sein, um sicherzustellen, dass der Baum ausreichend Wasser erhält.

Warum du weder abends noch mittags gießen solltest

Das abendliche Gießen, insbesondere wenn die Blätter nass werden, kann Schnecken anlocken und ein ideales Umfeld für Pilzkrankheiten schaffen, da die Pflanzen bzw. deren Blätter über Nacht feucht bleiben.

Auf der anderen Seite kann das Gießen in der Mittagshitze zu Wasserverschwendung führen, da ein Großteil des Wassers durch Verdunstung verloren geht, bevor es die Wurzeln erreicht. Zudem können Wassertröpfchen auf den Pflanzenblättern unter intensiver Sonneneinstrahlung wie eine Lupe wirken und die Blätter verbrennen.

Wie oft sollte man im Sommer gießen?

Gießkanne

Die allgemeine Faustregel lautet, dass es besser ist, selten, aber gründlich zu gießen, als häufig und oberflächlich. Einmal gründlich gießen bedeutet, dass du das Wasser so tief wie möglich in den Boden eindringen lässt, um die tieferen Wurzeln zu erreichen. So fördert man das Wachstum starker, tiefer Wurzeln, die der Pflanze helfen, Trockenperioden besser zu überstehen.

Gemüsebeet

Gemüsepflanzen brauchen im Allgemeinen viel Wasser, besonders wenn sie in der Blüte oder Fruchtphase sind. Daher ist es ratsam, dein Gemüsebeet im Sommer alle zwei bis drei Tage zu bewässern, je nachdem wie trocken der Boden ist. Wenn du die Erde etwa 2-3 cm tief mit dem Finger fühlst und sie trocken ist, dann ist es Zeit zu gießen.

Ziergarten

Die meisten Zierpflanzen, einschließlich Stauden und einjährigen Pflanzen, bevorzugen es, wenn der Boden zwischen den Wassergaben leicht austrocknet. Daher reicht es in der Regel aus, diese Pflanzen etwa ein- bis zweimal pro Woche zu gießen. Natürlich kann dies je nach Wetter und Pflanzenart variieren.

Rasenflächen

Rasenflächen sollten im Allgemeinen einmal pro Woche gründlich bewässert werden, es sei denn, es herrscht extreme Trockenheit. Es ist besser, den Rasen gründlich zu bewässern und das Wasser tief in den Boden eindringen zu lassen, als ihn täglich ein wenig zu gießen. Dies fördert die Bildung tiefer Wurzeln, was den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit macht.

Obstbäume

Für Obstbäume hängt die Häufigkeit der Bewässerung von ihrem Alter und ihrer Größe ab. Junge Bäume benötigen mehr Wasser und sollten ein- bis zweimal pro Woche bewässert werden. Ältere, etablierte Bäume haben ein tieferes Wurzelsystem und benötigen daher weniger häufige, aber tiefgreifende Bewässerung. Bei Trockenheit und Hitze könnten sie jedoch zusätzliches Wasser benötigen.

Die 5 häufigsten Fehler beim Gießen

Um ein gesundes Pflanzenwachstum zu gewährleisten und Wasserverschwendung zu vermeiden, ist es wichtig, häufige Fehler bei der Gartenbewässerung zu vermeiden.

  1. Falsche Bewässerungszeit: Viele Menschen gießen ihren Garten in der Mittagshitze, wenn die Sonne am stärksten ist. Dies führt jedoch dazu, dass ein Großteil des Wassers durch Verdunstung verloren geht, bevor es die Wurzeln der Pflanzen erreichen kann. Außerdem können Wassertröpfchen auf den Pflanzen unter intensiver Sonneneinstrahlung wie eine Lupe wirken und die Blätter verbrennen. Die beste Zeit zum Gießen ist in der Regel der frühe Morgen oder späte Abend.
  2. Unzureichende Bewässerung: Ein weiterer häufiger Fehler ist das zu oberflächliche Gießen. Oft wird nur so viel Wasser gegeben, dass die oberste Bodenschicht feucht ist. Die tiefen Wurzeln bleiben trocken und können nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden. Dadurch werden die Pflanzen anfälliger für Trockenstress und Krankheiten.
  3. Zu häufiges Gießen: Manche Gärtner gehen mit zu viel Eifer ans Werk und gießen ihre Pflanzen zu oft. Zu viel Wasser kann den Sauerstoff im Boden verdrängen und zu Wurzelfäule führen. Es ist besser, seltener, aber dafür durchdringend zu gießen.
  4. Gleichmäßiges Gießen aller Pflanzen: Jede Pflanze hat ihre eigenen Wasserbedürfnisse. Einige Pflanzen benötigen mehr Wasser als andere. Durch gleichmäßiges Gießen können einige Pflanzen überbewässert und andere unterbewässert werden.
  5. Ignorieren des Wetters: Viele Gärtner bleiben bei ihrer Bewässerungsroutine, unabhängig davon, ob es regnet oder eine Trockenperiode herrscht. Es ist jedoch wichtig, die Bewässerung an die aktuellen Wetterbedingungen anzupassen. Bei Regen kann die Bewässerung reduziert oder ganz eingestellt werden, während bei Trockenheit möglicherweise mehr Wasser benötigt wird.

17 Tipps für die richtige Bewässerung deines Gartens

Der Schlüssel zur Bewässerung deines Gartens im Sommer liegt in der Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse deiner Pflanzen und an die klimatischen Bedingungen.

1. Gieße nach Bodenbeschaffenheit

Die Bodenbeschaffenheit ist ein entscheidender Faktor für das Gießverhalten. In sandigen Böden dringt Wasser schnell ein und fließt zügig ab, sodass häufigeres Gießen erforderlich ist. Lehmboden hingegen speichert Wasser länger, weshalb weniger häufig gegossen werden muss. Um den spezifischen Bedürfnissen deines Bodens gerecht zu werden, prüfe die Feuchtigkeit in verschiedenen Tiefen und passe die Bewässerung entsprechend an.

2. Bestimme die richtige Wassermenge (für verschiedene Pflanzen)

Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Wasserbedürfnisse. Einjährige Pflanzen, neu gesetzte Stauden und Gemüse benötigen in der Regel mehr Wasser als mehrjährige Pflanzen, gut eingewachsene Stauden und Sträucher.

Pflanzen mit flachem Wurzelsystem, wie beispielsweise Salate, benötigen häufiger Wasser, während tief wurzelnde Pflanzen wie Bäume und Sträucher besser mit Trockenheit zurechtkommen. Achte darauf, die Wassermenge und -häufigkeit an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen anzupassen.

3. Bewässere deine Topfpflanzen richtig

Topfpflanzen trocknen schneller aus als Pflanzen im Boden und benötigen daher häufiger Wasser. Wähle Töpfe mit Drainagelöchern, um Staunässe zu vermeiden, und gieße die Pflanzen gleichmäßig, bis das Wasser aus den Löchern austritt. Prüfe regelmäßig die Feuchtigkeit des Substrats, um sicherzustellen, dass die Pflanzen nicht austrocknen oder zu nass stehen.

4. Mulche deine Beete, um die Verdunstung zu minimieren

Mulch ist eine hervorragende Möglichkeit, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und die Verdunstung von Wasser zu reduzieren. Durch das Aufbringen einer Mulchschicht aus organischen Materialien wie Rindenmulch, Laub, Grasschnitt oder Stroh wird die Oberfläche des Bodens bedeckt, wodurch die Feuchtigkeit besser im Boden gehalten wird. Dies ist besonders wichtig in den wärmeren Monaten, wenn der Wasserverbrauch steigt und der Boden schneller austrocknet.

Mulch bietet zudem den Vorteil, dass er den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung schützt, wodurch die Bodentemperatur konstant gehalten und ein gesundes Wurzelwachstum gefördert wird. Darüber hinaus hilft Mulch, Unkrautwuchs zu unterdrücken, was wiederum den Wettbewerb um Wasser und Nährstoffe reduziert.

5. Setze Tropfbewässerungssysteme ein

Tropfbewässerungssysteme sind eine effiziente Methode, um Pflanzen direkt an den Wurzeln zu bewässern. Sie minimieren Wasserverschwendung, indem sie das Wasser langsam und gleichmäßig direkt in den Boden abgeben. Dadurch wird zudem die Bildung von Krankheiten durch feuchte Blätter reduziert. Tropfbewässerung (z.B. mit Gardena Micro-Drip-System, Perlschlauch oder Tropfschlauch) eignet sich besonders gut für Gemüsegärten, Hochbeete und dicht bepflanzte Flächen.

Tropfbewässerungssystem
Tropfbewässerungssystem

6. Sammle und nutze Regenwasser

Regenwasser ist eine kostenlose und umweltfreundliche Ressource, die du nutzen kannst, um deinen Garten zu bewässern. Sammle Regenwasser in Regentonnen, die an die Fallrohre deines Hauses angeschlossen sind. Regenwasser ist weich, enthält weniger Chemikalien als Leitungswasser und ist ideal für empfindliche Pflanzen und Sämlinge.

Regensammler am Fallrohr
Regensammler am Fallrohr

7. Nutze Gießkannen und Schläuche effektiv

Gießkannen und Gartenschläuche sind zwei der am häufigsten verwendeten Werkzeuge zur Bewässerung des Gartens. Um sie effektiv und effizient zu nutzen, ist es wichtig, einige praktische Tipps, Ratschläge und wissenswerte Hinweise zu beachten.

Gießkannen:

  1. Wähle eine Gießkanne mit einem abnehmbaren Brausekopf, um die Wasserabgabe an die Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzen anzupassen. Feinere Brausen eignen sich für zarte Pflanzen und Setzlinge, während gröbere Brausen für größere Pflanzen und Sträucher verwendet werden können.
  2. Benutze mehrere Gießkannen für unterschiedliche Aufgaben, wie zum Beispiel eine für das Gießen von Pflanzen und eine andere für das Ausbringen von flüssigen Düngemitteln.
  3. Fülle Gießkannen mit Regenwasser aus Regentonnen, um Trinkwasser zu sparen und den Pflanzen weicheres Wasser zur Verfügung zu stellen, das frei von Chlor und Kalk ist.
Gartenschlauch

Gartenschläuche:

  1. Wähle einen hochwertigen, knick festen Gartenschlauch, der langlebig ist und leicht zu handhaben ist. Vermeide billige Schläuche, die schnell porös werden oder knicken, da sie den Wasserfluss behindern und frustrierend im Gebrauch sein können.
  2. Verwende Schlauchaufroller oder Halterungen, um den Schlauch ordentlich und leicht zugänglich aufzubewahren. Dadurch wird das Risiko von Stolperfallen reduziert und der Schlauch bleibt länger in gutem Zustand.
  3. Achte beim Gießen mit einem Gartenschlauch darauf, den Wasserdruck zu regulieren. Zu starker Wasserdruck kann den Boden erodieren und zarte Pflanzen beschädigen. Verwende gegebenenfalls eine Gießlanze oder einen verstellbaren Sprühaufsatz, um den Wasserfluss und -druck besser zu kontrollieren.
  4. Versuche, den Gartenschlauch so wenig wie möglich auf Rasenflächen liegen zu lassen, da er das Gras abflachen und gelbe Flecken verursachen kann.

8. Achte auf eine effektive Bewässerung während Hitzeperioden

Die Verwendung effizienter Bewässerungstechniken kann dazu beitragen, Wasser zu sparen und gleichzeitig eine optimale Versorgung deiner Pflanzen zu gewährleisten. Tropfbewässerungssysteme, soaker Schläuche und Ollas sind drei solcher Techniken, die eine gezielte und langsame Wasserabgabe direkt an die Wurzeln der Pflanzen ermöglichen.

Ollas sind traditionelle, poröse Tontöpfe, die zu gut 3/4 im Boden vergraben und mit Wasser gefüllt werden. Das Wasser sickert langsam durch die poröse Wand der Olla und versorgt die Pflanzenwurzeln direkt mit Feuchtigkeit. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Gemüsebeete, Hochbeete, Planzwannen oder Kübel. Ollas sind in verschiedenen Größen erhältlich und können mit wenig Budget auch selbst hergestellt werden.

Tropfbewässerungssysteme bestehen aus Schläuchen oder Rohren, die entlang der Pflanzenreihen verlegt werden und mit Tropfern oder Emittenten ausgestattet sind, die das Wasser direkt an die Wurzeln der Pflanzen abgeben. Diese Systeme sind ideal für Beete, Hecken und Gemüsegärten, da sie präzise und effiziente Bewässerung ermöglichen.

Soaker Schläuche sind spezielle Gartenschläuche, die aus einem durchlässigen Material bestehen und langsam Wasser abgeben, wenn sie an eine Wasserquelle angeschlossen sind. Sie können entlang von Pflanzenreihen oder um größere Sträucher und Bäume verlegt werden, um eine gezielte Bewässerung zu gewährleisten.

9. Bewässere die Wurzeln tief wurzelnder Pflanzen gezielt

Tiefwurzelnde Pflanzen wie Bäume und Sträucher profitieren von Wurzelbewässerung, bei der das Wasser direkt in den Wurzelbereich gelangt. Spezielle Wurzelbewässerungskegel oder -rohre können verwendet werden, um das Wasser tief in den Boden zu leiten. Diese Methode fördert ein gesundes Wurzelwachstum und hilft den Pflanzen, Trockenperioden besser zu überstehen.

10. Verbessere den Boden und verwende Kompost

Bodenverbesserungen und Kompost spielen eine wichtige Rolle bei der Bewässerung deines Gartens. Sie verbessern die Bodenstruktur, fördern das Wasserhaltevermögen und unterstützen das Pflanzenwachstum. Durch das Einbringen von organischem Material wie Kompost, Laub oder Grasschnitt in den Boden erhöhst du dessen Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern, wodurch deine Pflanzen besser versorgt werden.

11. Bewässere deine Rasenflächen richtig

Rasenflächen benötigen eine gleichmäßige Bewässerung, um gesund und grün zu bleiben. Die beste Zeit zum Gießen des Rasens ist am frühen Morgen, um eine schnelle Verdunstung zu vermeiden. Achte darauf, den Rasen tief und seltener zu bewässern, anstatt häufig und oberflächlich, um ein tieferes Wurzelwachstum zu fördern. Sprinkleranlagen oder Rasensprenger sind effektive Methoden, um große Rasenflächen gleichmäßig zu bewässern.

12. Passe deine Bewässerung für verschiedene Jahreszeiten an

Die Bewässerungsbedürfnisse deines Gartens ändern sich mit den Jahreszeiten. Im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen milder sind und es häufiger regnet, benötigen die Pflanzen weniger Wasser. Im Sommer hingegen steigt der Wasserbedarf aufgrund der Hitze und Trockenheit. Achte darauf, deine Bewässerungsstrategie an die jeweilige Jahreszeit und das Wetter anzupassen, um eine optimale Versorgung deiner Pflanzen zu gewährleisten und im Winter, Frühjahr und Herbst deinen Wasserverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

13. Berücksichtige die Bewässerungszonen in deinem Garten

Bewässerungszonen helfen dir, den Garten effizienter zu bewässern, indem du Pflanzen mit ähnlichen Wasserbedürfnissen zusammenpflanzt. Dadurch wird die Wassernutzung optimiert, und die Pflanzen erhalten die benötigte Menge. Lege Zonen für Pflanzen mit hohem, mittlerem und niedrigem Wasserbedarf an und passe die Bewässerungsmethoden entsprechend an.

14. Nutze automatische Bewässerungssysteme und ihre Vorteile

Automatische Bewässerungssysteme, wie zum Beispiel Sprinkleranlagen, programmierbare Tropfbewässerungssysteme oder Bewässerungscomputer erleichtern die Gartenpflege erheblich. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Wasserverteilung und können so eingestellt werden, dass sie zu bestimmten Zeiten aktiviert werden. Diese Systeme sparen Zeit und Mühe und stellen sicher, dass dein Garten auch während deiner Abwesenheit optimal versorgt wird.

Tipp: Für kleine Gärten oder einfache Bewässerungssysteme reicht oftmals bereits eine gute Gartenpumpe oder ein Hauswasserautomat in Verbindung mit einer Zeitschaltuhr aus.

15. Versorge Gemüse und Hochbeete optimal mit Wasser

Gemüsegärten und Hochbeete benötigen eine sorgfältige Bewässerung, um eine reiche Ernte zu gewährleisten. Tropfbewässerungssysteme oder Tropf- bzw. Perlschläuche sind ideal, um das Wasser direkt an die Wurzeln zu liefern und die Blätter trocken zu halten, wodurch das Risiko von Pilzkrankheiten reduziert wird. Achte darauf, dass die Bewässerung gleichmäßig erfolgt und die gesamte Wurzelzone der Pflanzen erreicht wird.

Hochbeete trocknen tendenziell schneller aus als ebenerdige Beete, daher ist eine regelmäßige Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit besonders wichtig. Pass die Bewässerungshäufigkeit und -menge je nach Wachstumsphase der Pflanzen, der Jahreszeit und dem Wetter an, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

16. Wähle trockenheitsresistenten Pflanzen

Steppenbeet

Die Auswahl der richtigen Pflanzen kann dazu beitragen, den Wasserverbrauch in deinem Garten zu reduzieren. Dürretolerante Pflanzen und solche, die gut an dein lokales Klima angepasst sind, benötigen weniger Bewässerung und sind daher wassersparender. Berücksichtige bei der Planung deines Gartens auch die Verwendung von einheimischen Pflanzen, da diese in der Regel besser an die vorherrschenden Umweltbedingungen angepasst sind und weniger Pflege benötigen.

17. Pflege und warte deine Bewässerungssysteme regelmäßig

  1. Überprüfe regelmäßig alle Komponenten deines Bewässerungssystems, einschließlich Schläuchen, Tropfbewässerungsleitungen, Ollas, Sprinklern und Zeitschaltuhren, auf Verschleiß, Leckagen oder Verstopfungen. Behebe auftretende Probleme, um Wasserverschwendung zu vermeiden und die Effizienz des Systems zu erhalten.
  2. Reinige und entlüfte Tropfbewässerungssysteme und soaker Schläuche mindestens einmal pro Saison, um Ablagerungen und Verstopfungen zu entfernen und einen gleichmäßigen Wasserfluss zu gewährleisten.
  3. Entleere und lagere Bewässerungskomponenten während der Wintermonate oder bei längerer Nichtbenutzung, um Schäden durch Frost oder UV-Strahlung zu vermeiden.
  4. Prüfe die Einstellungen von automatischen Bewässerungssystemen regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie auf die aktuellen Bedürfnisse deines Gartens abgestimmt sind. Passe die Bewässerungszeit, Häufigkeit und Menge je nach Jahreszeit, Pflanzenbedürfnissen und Wetterbedingungen an.
  5. Berücksichtige bei der Planung und Installation von Bewässerungssystemen die Möglichkeit einer zukünftigen Erweiterung oder Anpassung, um flexibel auf Veränderungen im Garten oder neue Pflanzungen reagieren zu können.

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